2014 Pfingstferien: 9. -14. Juni

Norweger zu Gast in Deutschland

 

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      Chor "De Nystemte" aus Bergen                                                  

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Typisch deutsch - Typisch norwegisch

In Deutschland gibt es viele verschiedene Stereotypien, unter anderem abhängig von der Geographie. Die Berliner sind nicht wie die Hamburger und die Schwaben und Badener nicht wie die Frankfurter. Das ist auch der Fall in Norwegen. Obwohl diese Stereotypien nicht in allen Fällen etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben und mit einem Augenzwinkern zu verstehen sind, gibt es hier eine kleine Einführung.

Die Bergenser

  • Bergenser sind sehr stolz darauf, aus Bergen zu kommen.
  • Bergen ist, für Bergenser, nicht nur die schönste Stadt in Norwegen, sondern auch in der Welt.
  • Alles in und aus Bergen ist unbedingt positiv  zu bewerten und falls etwas negativ ist, gibt man der Regierung in Oslo die Schuld.
  • Der Stolz wird unter anderem in folgender Aussage ausgedrückt: „Eg esje fra Norge, eg e fra Bergen!“ (Ich bin nicht aus Norwegen, ich bin aus Bergen!).
  • Sonst sind die Bergenser lauthals und positiv und froh, trotz des Regens. 
  • Wenn man in Bergen ist, riskiert man die sogenannten „Strilene“ zu treffen. Dem Unwissenden muss gesagt werden, dass man diese Leute überhaupt nicht mit den Bergensern verwechseln darf. Ob man sie „Bergenser“ oder „Stril“ nennt, ist dem durchschnittlichen Norweger egal, aber das ist nicht der Fall für diese Leute. Das hat mit ihrer Identität und Zugehörigkeit zu tun. Kurz gesagt: Die Bergenser kommen aus der Stadt, die Strilen kommen aus den Dörfern um die Stadt. Die Dialekte scheinen vielen Leuten gleich, aber es gibt Unterschiede. 
  • Wie dieser Text zeigt, gibt es viele Stereotypien in Norwegen. Es muss jedoch gesagt werden, dass diese Stereotype sehr überzeichnet und nicht notwendigerweise realistisch sind. Trotz der eventuellen Tendenzen sind Norweger natürlich in erster Linie Individuen wie die Deutschen auch.

 Typisch norwegisch:

  • Berge, Fjorde, Wasserfälle und unberührte Natur
  • Märchen und Sagen über Trolle
  • Besitz einer Wochenendhütte ohne Strom und Wasser
  • Pünktlicher Feierabend - kein Meeting nach 4
  • Jeder wird geduzt vom Obdachlosen bis zum Premierminister ( außer der Königsfamilie)
  • Es ist nicht erwünscht sich für besser oder klüger zu halten als andere
  • Alkohol ist exorbitant teuer
  • gesunde sportliche Rivalität (besonders im Wintersport) mit Dänemark und Schweden.
  • Nationalstolz ( Fahnenmast im Garten)
  • Wechselhaftes Wetter - "Wenn du das Wetter in Bergen nicht magst, dann warte 5 Minuten"

Was wir unseren norwegischen Gästen nahebringen möchten: 

Badisch essen - leckere Spezialitäten

  • Schwarzwälderkirschtorte und wie sie gemacht wird beim "Kirschflüster" in den Vogtsbauerhöfen
  • badische Vesperplatten beim Brauchtumsabbend in der Vollmersmühle/Seebach
  • "Schäufele" mit Kartoffelsalat, ein typisch badisches Gericht Farewellabend vor dem Rückflug nach Norwegen. Dabei handelt es sich um geräuchertes Fleisch von der Schweineschulter. Dieses Fleisch bereiten Sie in kochendem Sud mit Weißwein zu.

Kultur und Bräuche

  • Empfang im Katz'schen Garten in Gernsbach
  • Führung durch Gernsbachs Altstadt
  • Brauchtumsabend  in der Vollmersmühle / Seewald. Die bekannteste badische Tracht für Frauen, findet man im Schwarzwald. Das Auffällige dabei ist ein Hut mit vielen großen roten Stoffkugeln. Dazu wird ein dirndelähnliches, schwarzes Kleid getragen. 

 Typisch badisch: 

  • Das Motto des Landes Baden-Württemberg: „Wir können alles, außer Hochdeutsch"
  • Dennoch seien in der Bebachtung der Menschen und ihrem Kulturgut wie dem Badener Lied ein deutlicher Heimatstolz zu erkennen.
  • Der Badener ist großzügig, tolerant, liberal und weltoffen.
  • Die frühe Stärkung der Frau in der Gesellschaft sei überhaupt ein Anliegen der Badener gewesen. So hat es in Karlsruhe das erste deutsche Mädchengymnasium gegeben und die Freiburger Universität war die erste in Deutschland, die offiziell die Immatrikulation von Frauen zugelassen hat. Das starke Wir-Gefühl habe Baden, auch der frühen Ausbildung einer starken Infrastruktur, also dem Ausbau des Verkehrsnetzes von Bahn, Straßen und Schifffahrt und der Versorgung des Landes mit Elektrizität zu verdanken. So sei auch die Wirtschaft in den ländlichen Gegenden und die Zufriedenheit der Bewohner mit der Regierung gestärkt worden. 
  • Aber auch die vielen kulturellen, sozialen, Sport- und Kirchenvereine haben die Menschen zusammengehalten – ebenso wie die Schulen, deren Lehrer ein besonders stark ausgeprägtes badisches Staatsbewusstsein gehabt haben, das sich zum Beispiel in eigenen Schullesebüchern zum Land oder gar zur eigen Stadt manifestierte. Das früh eingeführte duale Ausbildungssystem in Schulen und gleichzeitig Betrieben habe dabei die Aufstiegschancen der Unterschicht gestärkt und zu frühem Wohlstand geführt. Die bei dieser Entwicklung gemachten Erfahrungen und ein typisch badischer „Grundoptimismus“ habe den Badener davon überzeugt, dass Solidarität und Wettbewerb keinen Widerspruch bilden, sondern harmonisch nebeneinander existieren könnten.
  • Die Kehrseite des badischen Liberalismus habe sich aber immer wieder darin gezeigt, dass man in politischen und sozialen Fragen auch gern zu „faulen Kompromissen“ bereit gewesen sei.
  • Der typische Badener freue sich am guten Leben und sehe seine Heimat nicht als Rückzugsraum zum Einigeln, sondern als Sehnsuchtsort, der nicht mit Worten beschrieben, sondern von jedem Einzelnen selbst erfahren werden soll.

 Typisch deutsch: 

  • organisiert, akurat und leicht pedantisch
  • zuverlässig fleißig, ohne Humor
  • umgänglich, gesellig
  • Liebe zu Gartenzwergen
  • deutsches Brot - eine Institution, die nicht bröckelt
  • ohne Skat unvorstellbar
  • Liebe zur freien Natur
  • geborene Schnäppchenjäger
  • Liebe zur Curywurst
  • Angst vor dem Risiko
  • Stammtisch als mächtiges meinungsbildendes Organ