2014 Dezember- Weihnachtsmarkteröffnung Gernsbach 

2014 12 12 Weihnachtsmarkteroeffnung GernsbachBadische Neueste Nachrichten | Rastatt/Gaggenau | GAGGENAU UND MURGTAL | 15.12.2014  

DUFT VON GLÜHWEIN IN DER ALTSTADT
Gernsbacher Weihnachtsmarkt lockte mit kulinarischen Genüssen und Kulturprogramm

Der Budenzauber lockte schon tagsüber zahlreiche Gäste auf den Gernsbacher Weihnachtsmarkt. Trotz des anhaltenden Regenwetters boten viele Vereine ein reichhaltiges Angebot an Kulinarischem und Kunsthandwerk.

Von unserem Mitarbeiter Manfred Fieting
Gernsbach. Ein umfangreiches Programm erwartete die Besucher des Gernsbacher Weihnachtsmarktes am vergangenen Wochenende. Der wurde am Freitag um 18 Uhr von Bürgermeister Dieter Knittel eröffnet, umrahmt vom kraftvollen Gesang des gemischten Chors „Salt o vocale“.

Anschließend bot die Gruppe „Top Too“ Live-Musik auf der überdachten Bühne unweit des Marktbrunnens. Am Samstag begann das Marktgeschehen so allmählich zwischen 13 und 14 Uhr.

Überall roch es nach Bratwürsten und anderen kulinarischen Genüssen. In flüssiger Form gab es vor allem unterschiedliche Glühweine und andere „geistvolle“ Getränke, angeboten von den Gernsbacher Vereinen. Auch die Jugendfeuerwehr hatte geeignetes Material für „Löschübungen“ im Angebot. Umfangreich war zudem das kulturelle Angebot am Samstag und Sonntag. In der Stadthalle führte das Münchner „Theater für Kinder“ das bekannte Märchen „Dornröschen“ für die „Kurzen“ ab vier Jahren auf und der Realschulchor sang auf der Marktplatz-Bühne. Vor dem Kornhaus hatten die Pfadfinder eine lebende Krippe aufgebaut, aber ohne Maria, Josef und das Jesuskind. Im Stall standen Schafe und Esel. Doch sie verlasen eine weihnachtliche Geschichte.
Getragene alpenländische Weisen erklangen bei den Alphornbläsern, dankbar beklatscht von einem zahlreichen Publikum. Leider wurde Petrus leicht „inkontinent“, als die Turmbläser gegen 18 Uhr hoch oben vom Balkon von Christina Hartmann ihre Blasinstrumente erschallen ließen, gefolgt vom „Moosalbtrio“ auf der Marktplatzbühne. Der leichte Regen setzte sich bis zum Ende des Weihnachtsmarktes am Sonntagabend fort. Trotzdem spielte die Stadtkapelle am Nachmittag, bevor um 15 Uhr der Nikolaus erschien. Auch eine Riesen-Nikolaustorte war wieder gebacken worden, pünktlich zur Kaffeezeit wurde sie angeschnitten und stückweise verkauft.
In den mehr als 30 städtischen Buden wurden zwar überwiegend leibliche Genüsse angeboten, dazwischen gab es aber immer wieder Buden mit kunsthandwerklichen Erzeugnissen. Bei Ludwig und Bärbel Merkel beispielsweise konnte man kunstvoll gearbeitete Holzkrippen erwerben und beim „Schmuckstübchen“ aus Ötigheim faszinierende Natursteine in farbiger Vielfalt bewundern.
Wem es zu kalt war, dem bot Joachim Lohmann Wärmendes von seinen Schafen an. Auch selbst gestrickte Mützen gab es an einigen Buden. Außerdem boten Schüler der Von-Drais-Schule selbst gemalte Postkarten an. Thomas Krämer aus Gausbach präsentierte wieder seine kunstvollen Drechselarbeiten aus unterschiedlichen Holzsorten und Frank Schneider aus Forbach bot seine aus Holz gearbeiteten Sterne und Laternen an. Übrigens erschöpfte sich das kulinarische Angebot nicht in Bratwürsten und Glühwein, es gab bei der Marktfrau Susanne Ziegel eine Vielzahl selbst produzierter Marmeladen zu kaufen, Weihnachtsgebäck wartete auf „Naschmäuler“, auch Suppen mit Steinpilzen wurden gern probiert und köstliche Flammkuchen von der „importierten Französin“ Monique an Ort und Stelle gebacken.
Das Angebot war also wieder einmal umfangreich. Wenn nur die Wolken „dicht gehalten“ hätten!